Die Geschichte der Reinert Sommerwurst!

Unsere Reinert Sommerwurst hat eine lange Historie. Ihr Erfinder Hans Reinert hat ihre Entwicklung in seinem  Buch „Erinnerungen – 75 Jahre Unternehmensgeschichte“ wie folgt beschrieben:

„Bei Kriegsende 1945 und in der schlechten Zeit bis zur Währungsreform im Jahre 1948 gab es keine Wurst zu kaufen. Unser Betrieb war geschlossen, und die einzige Quelle, um ab und zu ein Stück Wurst zu bekommen, war der Bauernhof. Glücklicherweise betrieben meine Großeltern mütterlicherseits in Peckeloh einen Hof, und während der Kriegs- und Nachkriegszeit half meine Mutter des Öfteren bei der Arbeit im Stall und auf den Feldern aus. Zeitweise, vor allem in den Schulferien im Sommer, war ich auch dort und freute mich dann immer auf die hausgemachte Wurst. Es gab Leberwurst, Blutwurst und Sülze, Sommerwurst fein gewolft und grob. Im Winter und Frühjahr wurde die Frischwurst gegessen. Die Sommerwurst wurde –  wie der Name schon sagt – im Sommer angeschnitten. Diese Wurst mochte ich besonders gern.

Noch in den 50er und 60er Jahren war die Tradition der Hausschlachtung auf dem Lande weit verbreitet. Ich hatte öfters Gelegenheit, die Sommerwürste, die auf anderen Höfen hergestellt wurden, zu probieren, aber ich muss sagen, dass mir die von meinen Großeltern immer noch am besten schmeckte. Ende der 60er Jahre – es war 1969 – kam ich darauf, diese traditionelle westfälische Dauerwurst bei uns im Betrieb herzustellen. Dabei hatte ich durchaus auch im Blick, das diese Wurst bereits seit Jahrhunderten auf den Höfen hergestellt worden und also in einem Maße nachhaltig war, wie kaum ein anderes, modernes Produkt. Die Nachkriegsgeneration mit ihren längst veränderten Lebensumständen und Konsumgewohnheiten befasste sich aber immer weniger mit der Hausschlachtung und Wurstherstellung, und die alte Tradition drohte in einer zunehmend arbeitsteiligen Gesellschaft langsam aber sicher zu sterben.

Mir ging es nun darum, die Tradition fortleben zu lassen und zugleich die Chancen des Verkaufs einer traditionellen westfälischen Dauerwurst zu nutzen. Mit unserem Rohwurst-Meister Erich Schmidt besprach ich die Rezeptur für die erste Probefertigung. Für die Sommerwurst wird grundsätzlich nur kerniges Fleisch von Sauen eingesetzt, weil es sehr viel besser geeignet ist, als das von Jungschweinen. Wir haben an der Fleisch- und Gewürz-Rezeptur noch etwas gefeilt, aber nach sechs Wochen war unsere Sommerwurst fertig. Der wesentliche Unterschied zur Wurst auf dem Bauernhof liegt im Reifeverfahren. Im Betrieb konnten wir die Temperatur – Wärme und Kälte – und die Feuchtigkeit natürlich besser steuern als es im bäuerlichen Betrieb möglich war. Gefüllt wurde die Wurst in eine Art Leinendarm. Diesen Darm hatte ich schon 15 Jahre vorher in meiner Lehrzeit kennen gelernt. Die eingesetzte Darmhülle aus Tuch war zunächst neutral gehalten. Wir haben aber seinerzeit von der Firma Kolbe in Versmold einen großen Produkt-Anhänger entwickeln lassen, unsere erste Produktwerbemaßnahme übrigens. Ein großer Holzschuh war darauf abgebildet und sollte die Verbindung zur Landwirtschaft darstellen.

Insgesamt brauchte es nur wenige Wochen, bis die Sommerwurst fertig war, und sie gefiel uns sehr gut. In den Geschäften wurde und wird die >>Reinert Sommerwurst<< zum Teil auch heute noch sehr präsent hinter den Theken aufgehängt. Jetzt kam es darauf an, was die Kunden sagten, und schon bald zeigte sich, dass die erste Resonanz grade in Westfalen sehr gut war.“

Seitdem hat sich die Reinert Sommerwurst kaum verändert. Sicherlich fanden im Laufe der Zeit einige Anpassungen statt, auch die Produktionsstätte wurde stetig ausgebaut. Und natürlich ist unser Unternehmen in den mittlerweile über 40 Jahren, die seit der Entwicklung der Sommerwurst vergangen sind, stark gewachsen. Aber im Kern ist die Reinert Sommerwurst noch immer dieselbe. Die Herstellung verläuft seit ihrer Erfindung genau nach dem Originalrezept des Erfinders Hans Reinert ab. Wir verwenden für unsere Reinert Sommerwurst ausschließlich Schweinefleisch von ausgewählten westfälischen Bauernhöfen. Und natürlich reift sie immer noch im feinen Tuche. Daher schmeckt sie heute genauso köstlich wie damals.

Unsere Reinert Sommerwurst ist eben ein echt westfälisches Original.

Wir wünschen guten Appetit! 

  • Produkte
  • Qualität aus der Region
  • FAQ

Reinert Sommerwurst gibt es für alle Ansprüche in verschiedenen Größen:

  • Reinert Sommerwurst in der SB-Packung – 90 g: 14 leckere Scheiben, vom Original geschnitten und in Zopfform gelegt.
  • Reinert Sommerwurst am Stück – 250 g: Kurz und gut! Die kleine Sommerwurst im feinen Tuche – für zuhause oder unterwegs, aber auf jeden Fall zum Selberschneiden.
  • Reinert Sommerwurst am Stück – 1 kg: Unser Klassiker! Für große Genießer oder große Familien: die große Sommerwurst. Im Tuche und zum Selberschneiden.
  • Reinert Sommerwurst am Stück – 2 kg: Die traditionelle Größe zum Selberschneiden! Das Original im Tuche gibt’s nur an der Bedienungstheke - am Stück oder frisch aufgeschnitten.

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Für die Sommerwurst verwenden wir ausschließlich Fleisch von ausgewählten westfälischen Höfen in kontrollierter Qualität. Das schafft Vertrauen.

  • Unterstützung von Lieferanten, Handel und Fachhandel in Westfalen
  • Hohe Fleischqualität und weniger Belastung für Umwelt und Tiere durch kurze Wege
  • Kompetente Kontrolle durch qualifizierte Tierärzte und Fachkräfte
  • Vollständige Dokumentation der eingesetzten Waren und Dienstleistungen
  • Hohe Anforderungen an Hygiene, Futtermittelhersteller, Tierschutz und Dokumentation 

Fragen und Antworten zur Sommerwurst

Unsere Reinert Sommerwurst ist mit der Kennzeichnung „Schweinefleisch von ausgewählten westfälischen Bauernhöfen“ versehen. Zu diesem Herkunftsversprechen einige Fragen an die Reinert Brandmanagerin Christin Rieping:

 

Frau Rieping, die Reinert Sommerwurst ist mit dem Vertrauenssiegel „Schweinefleisch von ausgewählten westfälischen Bauernhöfen“ versehen. Einige der verwendeten Begriffe sind ja durchaus Definitionssache. Was zum Beispiel versteht Reinert konkret unter einem Bauernhof?

Christin Rieping: Für uns ist ein Bauernhof ein landwirtschaftlicher Familienbetrieb. Häufig bewirtschaftet die Inhaberfamilie den Hof selbst und wohnt auch dort.

So weit, so gut. Sie sprechen außerdem von einer Auswahl der Höfe. Wie genau wurden die Höfe denn ausgewählt?

Christin Rieping: Wir haben einen umfangreichen Kriterienkatalog für die Auswahl der Höfe erstellt, der beispielsweise die folgenden Anforderungen enthält:

  • Alle im Zusammenhang mit der Schweinehaltung eingesetzten Waren und Dienstleistungen müssen vollumfänglich dokumentiert werden. Dies umfasst beispielsweise Futtermittel, Medikamente und Reinigungsdienstleistungen.
  • Der gesamte Bestand des Hofs muss durch einen Tierarzt betreut werden.
  • Wohlbefinden und Gesundheitszustand der Tiere müssen mindestens einmal am Tag durch qualifiziertes Fachpersonal geprüft werden. Auch die Betreuung der Tiere darf nur durch qualifiziertes Fachpersonal erfolgen.

Weiterhin stellen wir besondere Anforderungen an die Hygiene, die Futtermittelherkunft, den Tierschutz, die Dokumentation der Tiergesundheit und die Durchführung von Tiertransporten. Alle Lieferanten, die uns mit Fleisch für die Reinert Sommerwurst beliefern, müssen die Einhaltung dieser Kriterien gewährleisten.

Und in welchem Gebiet genau dürfen sich diese Höfe befinden?

Christin Rieping: Alle Höfe müssen sich in Westfalen befinden. Als Westfalen wird der nordöstliche Teil von Nordrhein-Westfalen bezeichnet. Dieses Gebiet umfasst die Kreise Siegen-Wittgenstein, Olpe, Unna, Soest, Paderborn, Höxter, Lippe, Minden-Lübbecke, Herford, Gütersloh, Warendorf, Steinfurt, Coesfeld, Borken, Recklinghausen, den Hochsauerlandkreis, den Märkischen Kreis, den Ennepe-Ruhr-Kreis sowie die kreisfreien Städte Bielefeld, Münster, Hamm, Hagen, Dortmund, Bochum, Herne, Gelsenkirchen und Bottrop.

Wie stellen Sie sicher, dass die verwendeten Rohstoffe auch wirklich aus Westfalen kommen?

Christin Rieping: Die westfälische Herkunft der Rohstoffe stellen wir in Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten sicher. Durch deren eigene Chargen-Rückverfolgung kann sichergestellt werden, dass das Fleisch auch wirklich von westfälischen Bauernhöfen kommt.

Sie wissen also, von welchen Bauern das Fleisch kommt, das für die Reinert Sommerwurst verwendet wird. Warum sind die Höfe nicht namentlich genannt?

Christin Rieping: Aus datenschutzrechtlichen Gründen dürfen wir die Namen und Adressen der Bauernhöfe nicht offenlegen. Wenn Sie jedoch wissen möchten, ob ein bestimmter Bauer grundsätzlich Fleisch für die Herstellung der Reinert Sommerwurst liefert, so können wir Sie darüber gerne informieren. Schicken Sie dazu bitte eine Anfrage an sommerwurst-herkunft@reinert.de.

Die Reinert Sommerwurst ist ein westfälisches Traditionsprodukt. Es liegt daher nahe, dass die dafür verwendeten Rohstoffe auch aus Westfalen kommen. Gibt es noch abseits der Historie Gründe für die ausschließliche Verwendung von westfälischem Schweinefleisch?

Christin Rieping: Durch die Verwendung von Fleisch aus der Region verringern wir die Transportwege. Somit sind die Schweine deutlich kürzer unterwegs und damit niedrigeren Belastungen ausgesetzt. Außerdem werden so beim Transport auch weniger Emissionen ausgestoßen.

Ein weiterer Punkt ist die regionale Verbundenheit von Reinert. Wir sind ein westfälisches Familienunternehmen mit einer über 80-jährigen Tradition und setzen daher nicht nur beim Bezug von Fleisch-Rohstoffen auf Lieferanten aus der Umgebung. Somit leisten wir auch einen Beitrag zur Stärkung der regionalen Wirtschaft.